Partner einbinden
Die meisten Unternehmen kaufen Dienstleistungen zu. Dies ist effizienter, als alles selbst zu machen, da andere Unternehmen durch Spezialisierung und Größe schneller und günstiger sein können.
Auch bei Entwicklungsgeschäften gilt es, sich auf seine Kernkompetenzen zu fokussieren. Doch häufig existieren Dienstleister in Entwicklungsländern nicht in dem Maße wie in entwickelten Märkten. Zudem benötigen die Partner besondere Kompetenzen im Umgang mit den Herausforderungen dieser Märkte, zum Beispiel im Hinblick auf die Fähigkeiten der Zielgruppe und deren mangelnde Rechtssicherheit, die oft durch Vertrauen ersetzt werden muss.
Fündig werden Unternehmen häufig bei ungewohnten Partnern wie Entwicklungsorganisationen, Genossenschaften oder staatlichen Organisationen.
Kernkompetenzen bündeln
Beispiele für solche übersektoralen Partnerschaften gibt es viele. Für einige Aufgaben haben sich bereits Muster herausgebildet, die auf den Kernkompetenzen der Akteure beruhen.
Unterschiedliche Interessen berücksichtigen
Diese ungewohnten Partner bieten meist nicht einfach einen Service für Geld. Vielmehr sind sie auf das Erreichen gesellschaftlicher Ziele ausgerichtet. Das Geschäftsmodell muss einen Beitrag zu ihrer Mission leisten – beispielsweise die Lebensqualität oder das Einkommen der gemeinsamen Zielgruppe verbessern. Daher ähneln diese Partnerschaften oft mehr Joint Ventures:
Beide Partner definieren ihre Ziele und Rollen und sind für die Umsetzung der festgelegten Aufgaben verantwortlich. Eine gegenseitige Bezahlung findet nicht oder nur in geringem Umfang statt. Die Tragfähigkeit der Partnerschaft hängt entscheidend davon ab, ob alle Partner ihren Beitrag leisten und die vereinbarten Ziele erreicht werden können. Daher ist eine transparente und kontinuierliche Wirkungsanalyse notwendig.
Auch die Organisationslogiken können sich erheblich von denen der Wirtschaftsbetriebe unterscheiden:
Prozesse und Projektplanung müssen intensiv mit den Partnern abgestimmt werden, um die unterschiedlichen Entscheidungs- und Umsetzungsverfahren zu berücksichtigen.
Vorgehen klar definieren
Eine schriftliche Partnerschaftsvereinbarung hilft, Erwartungen klar zu definieren. Sie hält fest:
Nicht selten wird bei der Entwicklung eines Geschäftsmodells deutlich, dass doch ganz unterschiedliche Vorstellungen über diese grundlegenden Fragen existieren. Eine Einigung zu Beginn ist eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Durchführung der Partnerschaft und kann helfen, Konflikte zu lösen. Eine klare Trennung von Aufgabenbereichen trägt außerdem zur effizienten Umsetzung bei, da unnötige Abstimmungsschleifen vermieden werden.
Partner finden
Wie aber findet man Partner vor Ort und stellt eine Arbeitsbeziehung her? Hilfreich sind hier Mittler, die beide Seiten kennen und das Potential einer Zusammenarbeit einschätzen können. GTZ, UNDP und andere staatliche Organisationen wie Botschaften oder Auslandshandelskammern spielen hier vielerorts eine Mittlerrolle, aber auch lokale Netzwerke des UN Global Compact oder des WBCSD können Tipps geben.