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Südafrika




Überblick


Südafrika ist die stärkste Volkswirtschaft südlich der Sahara. Seit den ersten allgemeinen Wahlen im Jahr 1994, die das Ende der Apartheid markierten, ist das Land ein florierender Teil der globalen Wirtschaft geworden. Die Regierung hat mit dem Gesetz zum „Black Economic Empowerment“ die Grundlage für ein Förderprogramm verabschiedet, das die „historisch benachteiligten Bevölkerungsgruppen“ in die Wirtschaft einbeziehen soll, die während der Apartheid weitgehend ausgeschlossen waren.
Trotzdem leben drei von vier Südafrikaner von weniger als 3.000 Dollar im Jahr. Der Prozentsatz der Armen unter den Farbigen ist historisch bedingt erheblich höher als unter den Weißen. Ungefähr die Hälfte davon lebt in ländlichen, die andere Hälfte in urbanen Gebieten. Die stadtnahen Armenviertel haben sich aus den Townships entwickelt, den Wohngebieten der Farbigen während der Apartheid. Die Versorgung mit ausreichend Wohnraum, Strom und Wasser in den Townships ist eine immense Herausforderung. Auch an anderen grundlegenden Diensten mangelt es: So haben nur 46 Prozent der Bevölkerung Zugang zu Finanzdienstleistungen.



Marktdaten


Einwohnerzahl49 Mio. (2009 gesch.)
Anteil der Bevölkerung mit einem Einkommen < 3.000 $ (in Kaufkraftparität)74,4 %(2005)
BIP (nominal)300,4 Mrd. $ (2008 gesch.)
durchschnittliches BIP-Wachstum pro Jahr, 1997-20073,7 %
BIP / Kopf (nach Kaufkraftparität)10.000 $ (2008 gesch.)
Anteil der Einkommen < 3.000 $ (in Kaufkraftparität) am Gesamteinkommen30,9 % (2005)
Arbeitslosenquote21,7 % (2008 gesch.)
Gini-Koeffizient 20080,578
HDI-Rang 2008 125 / 179
CPI-Rang 2008 54 / 180

Quelle: IFC, WRI (2007), The Next 4 Billion




Marktgröße


Quelle: IFC, WRI (2007), The Next 4 Billion



Beispiele


  • Amanz’ abantu installiert in Armenvierteln Wasser- und Abwasserleitungen. Die Kunden holen das Trinkwasser an einer zentralen Stelle (max. 200 m von zu Hause) und bezahlen bargeldlos mit einer Smart Card.
  • Aspen Pharmacare produziert günstige Medikamente, u. a. gegen die Volkskrankheit Nr. 1, HIV/AIDS. Das Unternehmen ist inzwischen der größte Hersteller von Medikamenten im südlichen Afrika.
  • Eduloan vergibt Kredite zu günstigen Konditionen, damit sich meist „historisch benachteiligte Bevölkerungsgruppen“ eine weiterführende Ausbildung finanzieren können. Seit seiner Gründung 1996 hat Eduloan 500.000 Kunden bedient.
  • SABMiller ist die größte Brauerei Südafrikas und weltweit tätig. Sie kauft ihre Rohstoffe bei 16.800 Kleinbauern ein, vor allem in Südafrika, aber auch in Uganda und Zambia. Neben Abnahmezusagen bietet das Unternehmen in Kooperation mit Saatgutlieferanten, NGOs und Genossenschaften Trainings und Beratung für die Farmer.
  • Mondi ist der größte Papier-Recycler Südafrikas. Das Unternehmen hat sein Geschäftsmodell umgestellt: statt nur auf eigene Mitarbeiter zu setzen, fördert das Unternehmen lokale Klein- und Kleinstunternehmer. Über 117 Filialen kauft es Altpapier von 3000 Lieferanten.




Ansprechpartner


NameBeschreibungWebsite
BoP Learning Lab South AfricaInstitut der University of Stellenbosch Business School, das Wissen und Austausch über Entwicklungsgeschäfte in Südafrika fördert.www.bop.org.za
Centre for Development and Enterprise (CDE)Unabhängige Forschungs- und Beratungsorganisation. Sie untersucht nationale Entwicklungsthemen und deren Beziehung zu wirtschaftlichem Wachstum und demokratischer Entwicklung.www.cde.org.za
National Business Initiative (NBI)Bekannteste Unternehmensinitiative zu CSR in Südafrika. Sie koordiniert Projekte und fördert freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft in Bezug auf nachhaltige Entwicklung.www.nbi.org.za
Southern African Regional Poverty Network (SARPN)Non-Profit-Organisation, die wirkungsvolle Politikrichtlinien, Strategien und Beispiele im Bereich der Armutsbekämpfung schaffen will.www.sarpn.org.za

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laender/suedafrika.txt · Zuletzt geändert: 01/11/2009 17:54 von Admin_Emergia