Situation und Problemstellung
Tiviski hat es geschafft, die erste Kamelmolkerei Afrikas in Mauretanien aufzubauen – trotz aller Schwierigkeiten. Heute verkauft das Unternehmen 20 Produkte – neben Kamelmilch auch Joghurt und „Camelbert“-Käse. Sie werden in den vielen kleinen Läden des Landes verkauft und bereichern die Ernährungslandschaft. Vorher gab es nur Milch direkt vom Kamel oder teuer importiert aus Übersee. Über tausend Familien liefern Milch von Kamelen und mittlerweile auch Ziegen und Kühen. Nancy Abdeirrahmane sagt: „Die Molkerei hatte eine viel größere Auswirkung auf diese Menschen, als ich jemals erwartet hätte.“
Lösung
Viele Investitionen und Innovationen ermöglichten den Erfolg: Tiviski baute eine Kühlkette und ein Sammelsystem auf, das teilweise mit Eselskarren die Milch von den Sammelpunkten abholt. Eine eigene genossenschaftliche Organisation unterstützt die Hirten, stellt bei Dürre Futter auf Kredit zur Verfügung, bietet tierärztliche Dienste und berät zu Fragen der Viehzucht und -haltung. Die Bezahlung der Produzenten erfolgt über Coupons, die mit Tiviski verrechnet werden können.
Ergebnis
Der Erfolg verändert auch die professionelle Haltung der Mauretanier zur Viehzucht, so Nancy Abdeirrahmane: „Die Leute beginnen Viehzucht als eine wirtschaftliche Aktivität zu sehen, nicht bloß als eine Lebensweise, die von Vater zu Sohn weitergegeben wird.“