Situation und Problemstellung
Manila, die Hauptstadt der Philippinen, hat eines der ältesten Wasserversorgungssysteme Asiens. Das marode System verlor 1997 zwei Drittel seines Wassers durch Lecks oder illegale Entnahme. Nur 60 Prozent der Haushalte waren an das Wassersystem, weniger als 3 Prozent an das Abwassersystem angeschlossen. Die meisten Slumbewohner kauften Wasser für einen hohen Preis in Kanistern. Eine Abwasserentsorgung existierte in den Armenvierteln nicht.
Lösung
Als die Manila Water Company, Inc. die Konzession zur Wasserversorgung von Ost-Manila in einem öffentlichen Vergabeverfahren übernahm, musste sich der philippinische Konzern dazu verpflichten, die Verhältnisse in den Slums zu verbessern.
Mit Erfolg: Manila Water schloss bis zum Jahr 2008 rund 1,5 Millionen Menschen mit geringen Einkommen an die zentrale Wasserversorgung an. Gemeinsam mit den Gemeinden arbeitet Manila Water an der Abwasserentsorgung in Slums. Bis 2018 sollen alle Haushalte an das Kanalsystem angeschlossen sein. Zudem wurden 700 arme Familien als Arbeitnehmer oder Verkäufer in die Wertschöpfungskette eingebunden.
Ergebnis
Die Erfolge schlagen auf die Bilanz durch: Schon im dritten Jahr seiner Tätigkeit schrieb Manila Water schwarze Zahlen. Im Jahr 2008 erwirtschaftete der Konzern einen Netto-Gewinn von 41,6 Millionen Euro, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch Manila Waters muss nicht nur seine Finanzkennzahlen im Auge behalten, sondern auch die in der Konzession verlangten Zielgrößen für die Versorgung der Bevölkerung. Diese Wirkungsanalyse dient gleichzeitig der kontinuierlichen Verbesserung der Betriebsabläufe.
Das Unternehmen hat über die Jahre 86 Prozent der Rohre ausgetauscht. Der Wasserverlust liegt heute nur noch bei 19,6 Prozent: Das ist auch im internationalen Vergleich ein geringer Wert. Weitere Pläne sehen einen Ausbau der Sanitärversorgung und eine Ausweitung der Klärkapazitäten vor. Auch da misst Manila Waters das Erreichte und arbeitet stetig an der Verbesserung.