Situation und Problemstellung
Das Startup INENSUS GmbH aus Goslar ist Spezialist für Kleinwindenergie und dezentrale Energiesysteme. 2007 reiste Mitgründer Jakob Schmidt-Reindahl mit einer Delegationsreise des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), durchgeführt von der GTZ, in den Senegal. Er sah in dem Küstenland, wo nur ca. 15 Prozent der ländlichen Bewohner an das Stromnetz angeschlossen sind, gute Bedingungen für den wirtschaftlichen Betrieb von Windkraftanlagen zur dezentralen Energieversorgung.
Lösung
Ein Jahr lang untersuchte INENSUS den Markt genauer. Mit finanzieller Unterstützung der EWE AG und in Zusammenarbeit mit der GTZ wurden Marktstudien und Windmessungen durchgeführt. Auf Basis dieser Informationen passte INENSUS sein Geschäftsmodell der Mikroenergiewirtschaft auf die lokalen Gegebenheiten an. Als geeigneter Partner vor Ort wurde die senegalesische Firma MATFORCE ausgemacht. Zum Abschluss dieser Phase wurde das senegalesische Unternehmen INENSUS West Africa S.A.R.L. als Joint Venture zwischen der INENSUS GmbH und MATFORCE gegründet.
Seither arbeitet das Unternehmen mit finanzieller Unterstützung der EWE AG an einem Pilotversuch seines Mikroenergiewirtschaftsmodells. Auch diese Aktivitäten werden als PPP-Projekt von der GTZ gefördert.
Ergebnis
Ab Ende 2009 wird INENSUS West Africa ein Hybridsystem (bestehend aus Kleinwind- und Solaranlage sowie Dieselaggregat) im Senegal betreiben und Strom an die Bewohner eines Dorfes verkaufen. Viele weitere sollen folgen.
Die Mikroenergiewirtschaft geht von einer Nachfragesteigerung nach Strom aus, die auf der produktiven Nutzung der bereitgestellten Energie beruht. Das Modell ist deshalb von der gesunden wirtschaftlichen Entwicklung der Dörfer abhängig.
Um Investitionen in einkommensgenerierende Aktivitäten zu fördern, stellt eine kooperierende Mikrofinanzinstitution (MFI) den Kunden Mikrokredite zur Verfügung.