Situation und Problemstellung
D.Light startete 2006 als Studentenprojekt. Heute verkauft es bereits Tausende von LED-Lampen und hat 71 Angestellte. Die Basis des Erfolgs: ein überzeugendes Produkt.
Für jeden fünften Menschen auf der Welt sind Kerosinlampen die einzige verfügbare Lichtlösung. Leider nicht die beste: Kerosinlampen produzieren schummriges Licht, das meist weder zum Arbeiten noch zum Lesen ausreicht, Kerosin ist teuer, die Abgase verursachen Gesundheitsschäden und das Brandrisiko ist beträchtlich.
Lösung
D.Light hat sich zur Aufgabe gemacht, eine bessere Lösung zu bieten. Das Projekt entstand in einem Kurs über „Design für extreme Erschwinglichkeit“ an der Stanford Universität. Sam Goldman und Kollegen begannen ihre Arbeit mit LED-Lampen für Händler in Birma, die nachts ihre Waren verkaufen.
Sie stellten bald fest, dass ihr Produkt von vielen Haushalten dringend benötigt wurde. Bei ihren Recherchen in den Häusern der Zielgruppe identifizierten sie weitere Bedürfnisse, die für Außenstehende nicht offensichtlich sind: Die Lampen sollten sowohl an der Decke und der Wand aufgehängt als auch bequem getragen werden können. Sie experimentierten mit der Batteriegröße: Bei einem möglichst niedrigen Preis sollten die LEDs nachts genügend Licht zum Lesen und Arbeiten spenden.
Das fertige Produkt reichte das Team bei verschiedenen Businessplan-Wettbewerben ein – und gewann. Mit dem Preisgeld gründeten sie 2007 D.Light als gewinnorientiertes Unternehmen.
Ergebnis
Nova, das erste Produkt, ist eine LED-Lampe, die 10- bis 20-mal heller ist als eine Kerosinlampe. Mit einer per Solarpanel aufgeladenen Batterie spendet sie bis zu 200 Stunden Licht. An der Batterie können außerdem Handys aufgeladen werden. Die Lampe kostet zwischen 15 und 20 Euro. Andere Lampentypen sind bereits auf dem Markt, weitere sind in der Entwicklung.