Situation und Problemstellung
Als die Allianz nach dem Tsunami im Dezember 2004 eine Schadensbilanz zog, stellte die deutsche Versicherung fest, dass sich die größte Naturkatastrophe der jüngeren Geschichte nur geringfügig auf das finanzielle Ergebnis der Aktiengesellschaft ausgewirkt hatte. Kaum jemand im Tsunami-Gebiet war versichert. Dies sollte sich durch die Entwicklung von Mikroversicherungslösungen ändern.
Allianz ging mit der Hilfsorganisation CARE International eine Partnerschaft ein, um für Menschen in Armut Produkte zu entwickeln und zu vertreiben. CARE arbeitet schon seit langem mit den in Indien weitverbreiteten „Self-Help-Groups“. Frauen schließen sich in diesen zusammen, um die Schwierigkeiten des Alltags zu meistern. Diese Strukturen werden nun genutzt, um den Menschen in Südindien Lebens-, Sach- und Krankenversicherungen anzubieten. Die Kosten für eine Police liegen zwischen 1 und 5 Euro pro Jahr.
Lösung
Die Rollen sind klar verteilt: Die Allianz entwickelt und stellt die Produkte und regelt die Schadensfälle, CARE steuert das lokale Wissen bei und übernimmt den Kontakt mit der Zielgruppe. Die CARE-Mitarbeiter erklären den Menschen mit Puppentheater und Theaterstücken im Bollywood-Stil die Vorteile und das Prinzip von Versicherungen. Gemeinsam mit lokalen Mikrofinanzorganisationen und Self-Help-Groups vetreiben sie die Versicherungen und unterstützen teilweise die Abwicklung im Schadensfall.
Ergebnis
Durch diese Partnerschaft auf Augenhöhe kann die Allianz einen neuen Markt erschließen und seine Marke positionieren. CARE International kann seinen Klienten erstmals eine Absicherung gegen Risiken bieten, so dass im Falle von Naturkatastrophen und persönlichen Schicksalsschlägen negative Auswirkungen auf Menschen in Armut gemindert werden.
Quelle: www.allianz.com/mikrofinanz