Die Lebensmittelbranche ist auf zwei Ebenen für Entwicklungsgeschäfte interessant: Sowohl auf der Konsumenten- als auch auf der Produzentenseite können Menschen mit geringem Einkommen in Wertschöpfungsketten eingebunden werden.
In armen Haushalten stellen günstige Kohlehydrate wie Getreide und Zucker einen großen Teil der Ernährung dar. Eine ausgewogene Ernährung aus Obst und Gemüse, Milchprodukten und Fisch oder Fleisch ist selten gegeben. Die daraus resultierende Mangelernährung wirkt sich nachteilig auf die Entwicklung und das Wachstum von Kindern aus, was die Armut häufig betoniert.
Die Produzentenseite zeichnet sich durch geringe Produktivität sowie schlechtes Risikomanagement aus. Kleinbauern haben selten Zugang zu hochwertigem Saatgut, Überbrückungskrediten oder Bewässerungsanlagen und verkaufen ihre Produkte auf Grund fehlender Marktübersicht zu schlechten Preisen an Mittelsmänner. Risiken wie Ernteausfälle oder Arbeitsunfähigkeit können aus eigener Kraft nicht aufgefangen werden und bedrohen somit die Existenz der Familien.
Auf Konsumentenseite:
Auf Produzentenseite:
Weitere Beispiele:
Natura, Ritter, Tiviski, SAFO, ATOS und ITC e-Choupal.