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Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK)




Überblick


Vielen Haushalten in Entwicklungsländern fehlt der Zugang zu moderner Informations- und Telekommunikationstechnologie (ITK): Internet, Telefonanschlüsse sowie lokal angepasste Hard- und Software sind oft wenig verbreitet, teuer oder von schlechter Qualität. Auf die Bedürfnisse armer Haushalte angepasste Informations- und Interaktionsangebote sind oft nicht vorhanden.



Marktgröße


Quelle: IFC, WRI (2007), The Next 4 Billion



Poverty Penalty


Gerade auf dem Land ist der Zugang zu Informationstechnologie beschränkt. Dies gilt sowohl für die Netzabdeckung als auch für den Vertrieb von Endgeräten und Dienstleistungen. Der fehlende Zugang zu Telekommunikation kann bedeutende indirekte Effekte für die Armen haben. Dies können sowohl zusätzliche Ausgaben und Anstrengen bei der Informationsbeschaffung als auch entgangenes Einkommen durch fehlenden Marktzugang sein.



Lösungen


  • In vielen Ländern haben sich mobile Technologien aufgrund der großen Distanzen und geringeren Installationskosten gegenüber Festnetzanschlüssen durchgesetzt. Mobiltelefone werden auch vermehrt für den Zugang zum Internet verwendet.
  • Prepaid hat sich als Bezahlungsmethode weit etabliert.
  • Mikrofinanzlösungen ermöglichen es neuen Kundengruppen, Endgeräte zu kaufen.
  • Gemeinschaftliche Computerzentren bieten nicht nur bezahlbaren Zugang zum Internet, sondern auch Training, Vernetzung und Austausch vor Ort zwischen den Benutzern.
  • Zusätzliche Service-Angebote können insbesondere Mobiltelefonie für Haushalte in Armut attraktiv machen: Mobile Banking über Ländergrenzen hinweg, Marktinformationen, Wettervorhersagen oder Teleshopping etc. schaffen Zusatznutzen, helfen Armut zu bekämpfen und können Einkommensquellen für Unternehmen sein.




Beispiele


  • Grameen und Telenor haben zusammen das Modell des Telefonverleihs durch „village phone ladies“ im ländlichen Markt in Bangladesch entwickelt. Telenor hat das Modell später auf Pakistan übertragen und ist in den indischen Markt eingestiegen.
  • Zain hat mit dem „One World Network“ in Afrika und dem Nahen Osten ein länderübergreifendes Mobilfunk-Netzwerk ohne Roaming-Gebühren geschaffen, das auch Zugang zu Bank- und Datendiensten bietet (http://www.zain.com).
  • Google SMS bietet armen Haushalten in Uganda per SMS Zugriff auf eine Reihe von Informationen (zum Beispiel zu Gesundheit oder Landwirtschaft) sowie auf den lokalen Handelsplatz „Google Trader“, auf dem Haushalte Güter und Dienstleistungen anbieten und beziehen können. Aktuelle Informationen gibt es im Google Afrika Blog, http://google-africa.blogspot.com/.


Weitere Beispiele:

Vodafone, SMART und ITC e-Choupal.




Weiterführende Informationen


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branchen/informations-_und_telekommunikationstechnologie_itk.txt · Zuletzt geändert: 28/12/2009 11:04 von Martin Herrndorf