Mangelnder Zugang zu Kapital, Versicherungen und Bankkonten behindern das Wachstum von Millionen Kleinstunternehmen in Entwicklungsländern. Mikrokredite waren die Pioniere bei Entwicklungsgeschäften. Inzwischen umfasst der Sektor neben Mikrokrediten auch Mikroversicherungen sowie Lösungen zum Geldtransfer und Sparkonten.
Die Schätzungen über die Größe des Marktes für Mikrokredite gehen weit auseinander. Von einer bis drei Milliarden möglichen Kunden variieren die Aussagen. Das große Potential des Marktes hat dazu geführt, dass in den letzten Jahren auch kommerzielle Banken und Versicherungen ihre Produkte an die Bedürfnisse von Niedrigeinkommenshaushalten angepasst haben.
Quelle: IFC, WRI (2007), The Next 4 Billion
Der Zugang zu Finanzdienstleistungen ist weiter gering. Mikrokredite erreichen trotz des guten Wachstums nur etwa 155 Millionen Kunden. Bankkonten sind wenig verbreitet, Versicherungen kaum verfügbar.
Ohne materielle Sicherheiten gewährt eine herkömmliche Bank keinen Kredit. Menschen mit niedrigem Einkommen mussten bisher auf die Dienste von traditionellen Geldverleihern zurückgreifen, die effektive Jahreszinsen von bis zu 700 Prozent verlangten. Auch andere Finanzdienstleistungen sind teuer. Für den Transfer von Geld aus dem Ausland werden oft 45 Prozent der Summe für Gebühren verbraucht.
Weitere Beispiele:
Vodafone (M-PESA), Grameen Bank und SKS Microfinance , Smart Mobile Banking, Allianz und Barclays